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Kirschbaum – Eine erste Baum-Geschichte

Als Verein RegioChance e.V. haben wir einen Kirschbaum gepflanzt – oder besser gesagt, eine Patenschaft über diesen übernommen. Unser steht im Pulvermühlenpark in Plauen.

Warum haben wir uns dafür entschieden? Was hat eine Baumpatenschaft mit uns zu tun?

Unser Verein ist wie ein Baum: erst war es eine Idee, die gehegt wurde. Diese Idee wuchs und gefiel anderen auch, doch allein wollten sie diese Idee nicht für sich behalten, weil diese so gut und schön war. Also wurde diese mit anderen geteilt. Deswegen treffen sich nun diese Personen, um diese Idee zu pflegen, kultivieren und anderen zu zeigen.

Ein Baum hat einen festen Platz. Manchmal wird er umgepflanzt. Doch bleibt er an der Stelle, wo er Wurzeln schlägt, stehen. Oft über viele Generationen lang. Dort wird er stark, wenn er umsorgt wird. Auch kämpft er gegen alle Schwierigkeiten, die er zu überwinden hat. Unserer Verein ist wie der Baum: hat Wurzeln geschlagen. In Sachsen.

Alle brauchen Bäume, ihr Grün fürs Auge und Lunge, ihren Schatten um sich wohl zu fühlen. Auch ihre Vielfalt ist für uns wichtig – wir sind ja auch alle verschieden. Wir suchen den Schatten der Bäume, entfliehen dem Grau der steinernen Wüsten. Atmen tief durch und gehen wandern, wo wir ihre Gesellschaft finden. Selbst wenn ein Baum geschlagen wird – liefert uns etwas Wertvolles. Er dient uns als Möbelstück, Papier oder gibt Wärme. Er ist eben besonders nachhaltig.

Ein Baum vermittelt Stärke, Kraft, Ausdauer, Geduld, Stetigkeit. Es sind alles Eigenschaften, die wir entweder haben, oder uns aneignen wollen. Wer bewundert nicht die mächtigen Dorflinden, unter denen sich früher alle getroffen haben?

Die Obstbäume sind auch die Quelle unserer Nahrung. Könnt Ihr Euch vorstellen ein Leben ohne Apfel, Birne, Pflaume oder den anderen Früchten? Sie sind so treu – verlassen uns nicht und geben uns das Beste, was sie haben – und wir nehmen es gern an.

Nun haben wir uns für einen Kirschbaum entschieden. Kirschbaum… wir sind doch auch irgendwie Kirschen… Im übertragenen Sinne – oder meint Ihr es nicht?
Es ist eine Süßkirsche – was wollen wir mehr? Sie wird begehrt sein von Jung und Alt. Ihre Früchte werden viele erfreuen. Wollen wir nicht das gleiche? Das die Früchte unserer Arbeit vielen schmecken und sie danach gern greifen?

Möge der Kirschbaum ein Symbol für uns sein.

Nun warte ich auf Eure Geschichten, die mit Baum zu tun haben. Hat Euch eine bezaubert? Hat er Euren ersten Kuss gesehen? Oder hat er Euch getröstet?
Bitte, schreibt ein paar Zeilen darüber.

Eure Renata Linné                            Dresden, 03.02.2015

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